Reisefotos Dessau Bauhaus
Kurztrip nach Berlin mit Zwischenstopp in Dessau
19. Februar 2016
Reise Berlin Graffiti
Kurztrip nach Berlin: 3. Tag das alternative Berlin
21. Februar 2016

Kurztrip nach Berlin: 2. Tag Dali Museum und Restaurant von Tim Raue

Reisefotos Berlin Reichstag

Hackeschen Höfe

Nachdem unser Wecker frühzeitig klingelte verließen wir so gegen 8 Uhr das Hotel. Zu früh wie wir feststellten, denn die Hackeschen Höfe machen erst gegen Mittag auf. Dafür waren die Straßen leer und wir konnten uns in Ruhe alles ansehen.

Dom von Berlin

Ein Highlight war der Dom den wir uns von innen ansahen. Es handelt sich um einen großen Kuppelbau, der vielleicht ein wenig an die Frauenkirche in Dresden erinnert. Nachdem ich fast 300 Stufen nach oben stieg wurde ich mit einer phänomenalen Aussicht belohnt. Vor allen Dingen stellte ich fest dass überall in Berlin gebaut wird, denn egal in welche Himmelsrichtung ich blickte, ich sah Baukräne.

Brandenburger Tor und Reichstag

Als nächstes liefen wir zum Brandenburger Tor und zum Reichstag, auch wenn wir diese Sehenswürdigkeiten schon aus früheren Berlinreisen kennen, nutzten wir natürlich die Gelegenheit und machten ein Selfi.

Restaurant Tim Raue

Danach machten wir uns schon auf den Weg zum Restaurant von Tim Raue. Das ist ein sehr junger Koch der es in Berlin geschafft hat, zwei Michelin Sterne zu erkochen. Wir hatten eine Reservierung und freuten uns schon sehr auf die Asien-Fusion-Küche.
Das Restaurant war überwiegend in Marinefarben gehalten. Das Personal hatte einen recht legeren Kleidungsstil, was insgesamt die Atmosphäre auflockerte. Nur das Müllbild an der Wand gefiel uns nicht, aber es ging ja um das Essen und hier wurden unsere Erwartungen nicht enttäuscht.

Aber auch das Personal war unglaublich. Unsere Kellnerin beispielsweise konnte uns erklären wieso das Bild an der Wand hang, woher die verwendete Sojasoße kam (aus Japan, 10% wird in Fässer abgefüllt, um diese muss man sich bewerben weil diese so begehrt sind – in unserem Fischsud waren ein paar Tropfen). Wirklich Oberklasse.
Optisch waren die Gerichte eine Augenweide und geschmacklich vom Feinsten. Immer wieder fand eine Geschmacksexplosion im Mund statt. Ich war überrascht wie scharf das Essen war. Insgesamt war die Küche sehr leicht, hatte wenig Kohlenhydrate und jung.

Dalimuseum

Gute gelaunt liefen wir zum Dalimuseum, wo wir uns zum Glück für eine Führung entschieden. Schon der erste Druck sorgte für eine Überraschung, denn die Halskrause des Don Quichotte bestand aus lauter französischer Soldaten. Diese waren so klein und filigran, ohne Erklärung hatten wir diese so nie erkannt. Wir sahen Drucke zu Don Quichotte, der Oper Carmen, Alice im Wunderland und noch mehr.
Wir lernten auch allerlei allgemeines:

– Dali probierte alle möglichen Maltechniken aus, einfach um zu beweisen dass er sie beherrscht
– immer wieder wiederholt er in seinen Bildern die gleichen Elemente: Uhren, lange Schatten, die Berge von Katalonien, Fledermäuse, usw.
– er war Surrealist (u.a. versuchte er Träume darzustellen ohne darüber nachzudenken)
– er hatte einen älteren Bruder der kurz nach der Geburt starb, dieser hieß auch Salvador Dali, daher sagte er er sei schon einmal gestorben
– er war von sich selbst überzeugt: die einzigen beiden bedeutenden Maler dieses Jahrhunderts sind Picasso und ich

Nach der Führung war ich voll mit Eindrücken. Andy nicht, er nahm sich noch ein bisschen Zeit, sodass wir fast den ganzen Nachmittag im Museum verbrachten. Aber wie gesagt, es hat sich auch einfach gelohnt.
Während wir durch die Straßen schlenderten und noch ein paar Dekogeschäfte ansahen wurde es dunkel und ohne Probleme fanden wir auch ein tolles Restaurant.
Von außen sah es toll aus, wenngleich nicht so viel los war, aber da es laut Tripadvisor sehr gut war gingen wir rein.
Nochmal liesen wir es uns sehr gut gehen. Wir aßen zwei Vorspeisen, teilten uns ein Hauptgericht und eine Nachspeise.
Besonders war ich von den Grünen Oliven angetan die auf den Tischen standen und über Andys Espresso freuten wir uns, denn dazu bekamen wir in einem kleinen Schnapsgläschen eine Schokocreme mit Kirschsoße dazu. Da uns die Flasche Wein schmeckte die wir dazu bekamen ging es uns richtig gut und wir waren bester Stimmung. Ich probierte zum ersten Mal meine neue App Vivino aus, mit der fotografiert man das Label einer Flasche. Dadurch wird die Flasche erkannt, man kann diese bewerten und die Bewertungen der anderen ansehen. Außerdem sieht man wie viele diese in einer Weinhandlung kostet und vieles mehr.
Gemütlich bummelten wir in unser Hotel zurück. Als wir noch kurz in einem Weber Grillgeschäft Holz kauften freuten wir uns über den freundlichen Angestellten. Allgemein sind die Berliner echt ein nettes Volk. Wir planen schon heute, dass wir bald wieder hierherkommen.
Auf dem Zimmer schlief Andy schon um 20.30 Uhr. Ich schreibe ja gerade noch Reisebericht aber bin auch schon sehr müde. Die Kälte und das laufen strengen einfach an.