Fotos Cellah
Reisebericht Marokko 5. Tag Moschee
18. Juni 2016

Reisebericht Marokko 6. Tag Maurische Spuren

6. Tag (Sonntag) Maurische Spuren an der Mittelmeerküste und Riff

Heute sind wir früher los als sonst – um 7.30 Uhr war Abfahrt. Ich war unausgeschlafen, weil ich nachts nicht einschlafen konnte vor lauter Straßenlärm. Das ist mir heute zum ersten Mal passiert – die Tage davor war ich meist um 10 Uhr abends schon platt. Andy hat von 5 mal schlafen 3 mal in seiner Kleidung geschlafen, weil er immer ungeplanterweise auf dem Bett eingeschlafen ist. So kaputt waren wir von den vielen neuen Eindrücken.

Ganz kurz sind wir durch Tanger gelaufen, aber es gab eigentlich nichts, was wir nicht schon gesehen hatten. Außer, dass wir von Tanger aus die Spanische Küste sahen, die wirklich nicht weit entfernt ist. Da es etwas neblig war konnten wir die Küste allerdings nicht klar erkennen, dafür wirkte das Meer ein bisschen mystisch.

Als wir Tanger verließen, verstärkte sich unser Bild von leer stehenden Häusern. Das ist unglaublich wie viele Wohnungen hier leer stehen. Nach einiger Zeit hielten wir auf einem Felsen an um die Aussicht auf das Mittelmeer und Spanien zu bewundern. Die Landschaft dort war sehr felsig, laut Mohammed wird die Sierra Nevada fortgeführt.

Während der Fahrt fuhren wir auch an Ceuta vorbei. Obwohl die Stadt auf der marokkanischen Seite liegt, gehört diese zu Spanien, trotzdem leben dort viele Marokkaner. Die Stadt ist Freihandelszone, was natürlich den Schmuggel begünstigt. Marokkaner, die dorthin wollen, benötigen extra ein Visum. Spanier dagegen, die dorthin ziehen erhalten dafür zahlreiche Vergünstigungen. Die Stadt ist wahrscheinlich für die Spanier wichtig, da sie direkt am Mittelmeer liegt.

Tetouan

Unser nächstes Ziel war der Ort Tetouan, der von 1912-56 Hauptsitz des spanischen Protektorats war. Den Maurischen Einfluss spürt man dort auch mehr als in anderen Städten. Zunächst sahen wir uns die Medina an, die aber nicht viel anders war als die, die wir bisher gesehen hatten. Allerdings sind uns einige Frauen mit Hüten aufgefallen, die fast ein bisschen an Mexiko erinnerten. Und eine andere Gruppe von Frauen hatte neben dem Kopftuch auch noch ein Tuch um den Mund, das hinter dem Kopf verknotet war. Das sah schon sehr unbequem und zugeschnürt aus.