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Überblick über unsere Rundreise durch Marokko

Diesen Reisebericht haben wir von Carolin und Boris aus Dortmund erhalten. Beide unternehmen sehr gerne Reisen mit Reisegruppen, die organisiert sind.

2. Tag (Mittwoch) Fahrt nach Essaouira

Strand von MarokkoFrüh morgens nach einem nicht ganz so leckeren Frühstück sind wir losgefahren. Die Küstenstraße von Agadir nach Essaouia war sehr schön, sandig und hatte viele Felsen. Unterwegs sahen wir Arganienbäume. Da die Gegend dort sehr trocken ist, klettern die Ziegen auf die Bäume und fressen die Früchte des Baumes. Allerdings sind die Bäume sehr stachelig, so dass manchmal die Ziegen beim herunterspringen hängenbleiben. Ich habe eine tote Ziege in einem Baum hängen sehen.

Die Kerne der Arganienbäume werden von Frauen mit der Hand aufgeknackt. Darin enthalten ist dann noch ein Kern, der gemahlen wird. Aus der Masse wird dann Öl gepresst, das wir für viel Geld hätten kaufen können (eine Flasche kostete 75 Euro). Fenster in MarokkoWährend der Busfahrt habe ich Marokkaner gesehen die sich um einen Brunnen versammelten, um Wasser zu holen. Mohammed erklärte uns, dass die Bauerndörfer zwar alle Strom haben, aber nicht immer fließend Wasser. Deshalb müssen sie Wasser vom Brunnen holen. Mit Eimern haben sie das Wasser aus der Tiefe hochgezogen.

Auf den Straßen sind zahlreiche alte Mercedes Taxis gefahren. Diese waren blau und hupten wenn sie durch Ortschaften fuhren, so dass beliebig viele Menschen zusteigen konnten. Wir sahen sehr sehr volle Taxis.

Mit dem Bus fuhren wir vorbei an rötlichen Lehmhäusern. Zum Teil sahen wir auch Ställe, die ebenfalls überdacht waren. Das Stroh wird unter einer Art Pyramide gelagert, die mit Lehm umhüllt ist. Die Umbauung ist notwendig, um das Stroh im Winter vor dem starken Regen zu schützen. Da nur in dieser Zeit ausreichend Wasser vorhanden ist, wird in dieser Zeit Getreide angebaut. Den Rest des Jahres leben die meisten Bauern von ihren Ziegen. Vom Getreide stellen die Marokkaner Fladenbrot her und das ist Nahrungsgrundlage in diesem Land.

Hafen von EssaouiraDie meisten Marokkaner die wir sahen, waren klein und dünn. Einige haben traditionelle Gewänder an. Das beliebteste Fortbewegungsmittel auf dem Land ist der Esel. Meist hängen rechts und links Körbe herunter und ein Marokkaner sitzt darauf. In den Ortschaften sind die Esel oft an einem Baum angebunden, dass diese nicht weglaufen.

Nachdem wir vormittags im Bus von Mohammeds Stimme besäuselt wurden und zwischendurch dösten, kamen wir Mittag in Essaouira an. Die Stadt ist relativ klein (69.000 Einwohner) und besonders beliebt bei Surfern. Sie ist umgeben von einer Festungsanlage die im 18. Jhd. gebaut wurde. Die Altstadt, auch Medina genannt, war zwischendurch sogar ein bisschen eklig.

Maler in EssaouiraWir sahen viele farbige Teppiche, kaputte Türen, stinkende Gassen und vieles mehr. Unter einem Wasserhahn wusch sich ein junger Mann sogar die Haare mit Seife. Alles war sehr interessant.

Um halb 3 gingen wir dann Essen. Wir waren ganz schön ausgehungert. Da wir am Meer waren ,aßen wir Fisch, auch wenn das Restaurant Touristenpreise hatte. Der Fisch schmeckte lecker, als Beilage gab es Baguette. Anschließend fuhren wir wieder mit dem Bus. Diesmal nach Marrakesch.

Djemaa el-Fna in MarrakeschIn Marrakesch kamen wir erst an als es schon dunkel war. Dort fuhren wir zum Platz Djemaa el-Fna. Das ist ein riesiger Platz mit Gauklern, Wasserverkäufern, Wunderheilern und jede Menge Essenständen. Der Platz ist von Touristen und Einheimischen (vor allen Männern) stark besucht. Die Marokkaner aßen dort vor allem Lammkopf - eine Delikatesse, die sie Zuhause nicht essen, weil die Zubereitung aufwändig ist. Wir waren beeindruckt aber auch kaputt und ausgehungert. Deshalb freuten wir uns, als wir uns wieder mit dem Bus auf in das Hotel machten.

Das Hotel war prima. Der Speisesaal hatte tolle schwarze Kronleuchter - genau mein Stil. Das Abendessen war auch prima. Diesmal schmeckte das Fleisch süßlich - er war mit Rosinen gekocht. Lecker. Boris war von dem Paprikagemüse begeistert. Nach dem Abendessen gingen wir auf das Zimmer. Von den vielen Eindrücken waren wir total kaputt.

Lesen sie weiter im [Reisebericht über Marokko].

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