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Überblick über unsere Rundreise durch Marokko

Diesen Reisebericht haben wir von Carolin und Boris aus Dortmund erhalten. Beide unternehmen sehr gerne Reisen mit Reisegruppen, die organisiert sind.

3. Tag (Donnerstag) Marrakesch

Moschee in MarrakeschDas Frühstück war wieder nicht so toll. Marokkaner scheinen darauf einfach nicht sonderlichen Wert zu legen. Egal. Wir aßen eine Kleinigkeit und freuten uns auf den Tag. Schön war, dass wir direkt am Pool frühstücken konnten.

Als erstes sahen wir uns den Jardin Menara an. Dieser Garten entstand bereits im 12. Jhd. unter den Almohaden. Früher war dieser nur für die Sultane und hohen Minister gedacht, heute kann diesen jeder betreten. Der Garten besteht eigentlich nur aus Olivenbäumen. Aus den meisten Oliven werden Konserven gemacht, die dann exportiert werden. In der Mitte des Gartens ist ein Stausee, der mit Wasser aus dem Atlasgebirge versorgt wird. Durch diesen See werden die Olivenbäume bewässert. Wir erfuhren von Mohammed auch, dass Olivenbäume geschlagen werden (die Oliven fallen dann von den Bäumen) um diese zu ernten.

Als ich Mohammed, unseren Reiseführer, nach der Straße unseres Hotels fragte, gab er mir nicht die Antwort auf meine Frage, sondern das er nicht die richtige wusste, sagte er als Antwort eine andere Straße. Das erinnerte mich ein bisschen an die Asiaten die ihr Gesicht immer wahren wollen.

Rosengarten in MarrakeschUnser nächstes Ziel war der Rosengarten. Marrakesch hat die meisten Gärten in Marokko, daher ist es kein Wunder, dass wir an diesem Tag gleich 2 Gärten besichtigten. Der Rosengarten war wohl ein typischer arabischer Garten, also auch mit Bäumen, nicht nur mit Blumen. Im Garten waren Palmen und Orangenbäume, deren Blüten angeblich gut riechen (Frühjahr). Dort sahen wir auch einige Storchennester, Störche überwintern gerne in Marokko. Der Brunnen dort war nicht mit Wasser gefüllt, da in Marokko Wassermangel herrscht.

Von dort aus sind wir mit dem Bus zu den Saardiergräbern gefahren. Das Mausoleum der Könige war stark verziert. Die Decken waren aus Zedernholz, darunter war eine Schicht Stuck (Verzierungen aus Gips - Blumenmuster und weiteres Geschnörkel). Ganz unten waren die Hallen mit Fliesen verziert. Es gab einen Raum für die Könige, einen für die Prinzen und einen für die Frauen.

Palais de la Bahia in MarokkoBei einer Beerdigung werden Tote in ein weißes Leinentuch gewickelt und mit Öl einparfümiert. Da Särge oft teuer sind muss ein Marokkaner nicht unbedingt darin begraben werden. Wichtig ist aber, dass die Toten auf die rechte Seite gelegt werden und in Richtung Mekka blicken. Um Platz zu sparen ist das Grab nur 50 cm breit (1m tief).

Palais de la Bahia in MarokkoAnschließend sind wir zum Palais de la Bahia, ein wunderschöner marokkanischer Palast. Dieser wurde erst Ende des 19. Jhd. erbaut und ist dementsprechend gut erhalten. Wir sahen uns die verschiedenen Räume an, die mit Fliesen Stuck und Holz wunderschön verziert waren. Der Palast hatte große Türen, die im Sommer offen waren und kleine Türen für den Winter, dass die Kälte von draußen nicht hineinkommt.

Oliven auf den Markt in MarokkoDanach gingen wir in die Souks. Das sind kleine Einkaufsgassen, die mit Brettern überdacht sind, so dass fast keine Sonne hineinscheint. Unter anderem sahen wir Hühner in ihren Käfigen, Fisch und Fleisch, das frisch verkauft wird und jede Menge Gewürze und Gemüse. Begeistert waren wir von den vielen kleinen Handwerkshütten, die wir sahen: Färber, Schuhmacher, Männer die Eisenstäbe bogen für Lampen, Kürschner (Leder- und Pelzverarbeiter. Die Männer saßen in ihren Häusern und arbeiteten und wir konnten hineinsehen, da eine Wand offen war. Meist handelt es sich um Familienhandwerksbetriebe, die an den Sohn weiter vererbt werden.

Während unserer Souks-Führung war dann auch eine Verkaufsshow eingebaut: Tee und Heilkräuter. Boris und ich wetteten. Boris schätze, dass 12 Personen etwas kaufen, ich sagte 15 - es waren dann mehr. Wir waren wirklich überrascht, dass so viele einkaufen obwohl alles einen unseriösen Eindruck machte.

Egal. Wir hatten es geschafft. Nach der Führung haben wir erst einmal gegessen. Es war wie am Vortag auch richtig spät. Boris und ich aßen Tajine (sehr lecker, Gemüse und Fleischeintopf, wir hatten Hühnchen) und Couscous (so ähnlich wie Grieß, etwas trocken mit Gemüse und Fleisch - nicht so der Brüller). Dafür war der Pfefferminztee den wir anschließend tranken klasse. Dieser ist sehr süß, mit frischer Minze aber auch grünen Tee aus China. Sehr lecker.

Platz Djemaa el-Fna in MarrakeschAuf dem Platz Djemaa el-Fna haben die Marokkaner inzwischen angefangen, Stände aufzubauen. Das treiben fängt ca. um 5 Uhr an. Davor kann man dort aber schon den Schlangenbeschwörern zusehen. Wir sahen Kobras, Vipers und Pythons. Es war schon ein bisschen beängstigend. Die Schlangenbeschwörer saßen auf dem Boden und dudelten mit ihrer Flöte. Auf dem Platz waren aber auch andere, zum Beispiel versuchte ein Marokkaner anderen Männern eine "Wundersalbe" zu verkaufen. Auf dem Markt probierten wir dann noch Schnecken, die in einer Kräutersoße gekocht werden. Diese schmeckten wie Muscheln und eigentlich recht lecker.

Anschließend wollten wir aber heim. Wir sind an diesem Tag viel gelaufen, daher war ich ganz schön fertig. Doch mit der Pferdekutsche heimfahren war nicht so einfach wie wir dachten. Die Kutscher wollten uns abzocken. Letztendlich gaben sie nach, aber der Preis den wir zahlten war trotzdem zu hoch - das war kein schönes Gefühl, ich ärgerte mich schon ein bisschen.

Naja so ist es eben als Touri, Im Hotel angekommen sind wir noch eine Stunde auf das Zimmer. Wir ruhten uns aus und ich schrieb Reisetagebuch. Um halb acht aßen wir zusammen draußen im freien am Pool zusammen zu Abend. Es war sehr lecker und ein schöner Abschluss.

Lesen sie weiter im [Reisebericht über Marokko].

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