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Überblick über unsere Rundreise durch Marokko

Diesen Reisebericht haben wir von Carolin und Boris aus Dortmund erhalten. Beide unternehmen sehr gerne Reisen mit Reisegruppen, die organisiert sind.

4. Tag (Freitag) Casablanca

Hassan II Moschee in CasablancaHeute ging es von Marrakesch nach Casablanca. Wir fuhren Autobahn und für die muss man zahlen, aber dementsprechend gut ist die Qualität. Unterwegs machten wir Pause an einer tollen Raststätte. Diese war so sauber wie die in Deutschland es nicht einmal sind, aber kein Wunder, auf den Autobahnen fahren hier auch nur die Reichen.

Als wir uns Casablanca näherten sahen wir erste riesige Villen. Wirklich sehr beeindruckend. Anschließend fuhren wir durch einen reichen Stadtteil (Casablanca hat 800 Stadtteile) in dem Ärzte und Ingenieure wohnen. Das war ganz anders, als was wir bisher gesehen hatten. Schöne und teilweise sehr exklusive Villen. Anschließend fuhren wir zum Boulevard de la Corniche. Dieser war zu 1/3 sehr schön, zu 1/3 eine Baustelle und zu 1/3 alt und kaputt. Wir aßen in einer Imbiss-Kette und es war lecker und preiswert.

Anschließend fuhren wir zur Moschee Hassan II. Diese war wider Erwarten sehr beeindruckend. Die Moschee wurde erst 1993 eröffnet und ist die drittgrößte Moschee der Welt. Sie ist weiß und hat grüne Verzierungen. Die Moschee ist auf einem Felsvorsprung über dem Wasser gebaut .Innen ist Platz für 25.000 Menschen, plus 80.000 Personen auf den Plätzen davor. Besonders auffallend ist das 210m hohe Minarett. Nachts wird von dort aus ein Laserstrahl Richtung Mekka gesendet. Also ist der Gebäudekomplex auch mit moderner Technik ausgestattet (obwohl diese alt aussieht). Außerdem hat die Moschee ein Dach, das sich öffnen lässt und eine Fußbodenheizung. Das Projekt verschlang über eine halbe Milliarde Dollar und wurde überwiegend (offizielle Aussage) aus Spendengeldern finanziert. Doch der Bau wurde vom Volk an seinen König als Geschenk gemacht, durch Steuern. Die Bewohner aus den Slums, die zuvor dort lebten, wurden für den Bau der Kirche einfach ohne Entschädigung vertrieben.

Flagge MarokkoNach diesem beeindruckenden Gebäude war der Rest von Casablanca sehr unspektakulär und zum Teil sogar hässlich. Nach einer kurzen Stadtrundfahrt fuhren wir in das Hotel, das leider auch nicht wirklich toll war. Egal. Da wir noch ein paar Stunden bis zum Abendessen hatten, machten wir uns zusammen zu Fuß auf durch die Stadt. Unser Eindruck den wir gewonnen hatten verstärkte sich.

Wie überall in Marokko streunten verlauste und verzottelte Katzen umher. Es war wirklich manchmal richtig ekelhaft. Vor allem viele Katzenjungen sieht man, die im Müll und auf dem Boden nach etwas Essbarem suchen. Müll ist in Marokko so eine Sache. Mülleimer sieht man fast nicht, der Dreck liegt einfach auf dem Boden. Heute haben wir in einem Viertel ein freies Grundstück gesehen, das über und über mit Müll bedeckt war. Natürlich stank es auch dementsprechend.

Der Verkehr ist in Marokko, und gerade in Casablanca (weil die Stadt sehr groß ist - 6 Mio. Einwohner) chaotisch. Hupen ist die Regel. Für Fußgänger gibt es keine Ampeln. Fußgänger versuchen einfach irgendwie über die Straße zu kommen, so ein bisschen kann man sich an den Ampeln an den Autos orientieren. Außerdem gilt die Regel: Wer zuerst kommt mahlt zuerst. Das haben wir heute Mittag auch gemerkt, als vor einer Moschee die Autos einfach auf der Straße parkten. Dabei waren sie nicht nur dem Verkehr im Weg, sondern sie versperrten auch den Weg für die Autos die rechts von ihnen (also in der zweiten und dritten Reihe) parkten.

Lampengeschäft in der MedinaNatürlich sahen wir uns auch die Medina an. Diese war sehr klein und überschaubar. Erst durch die Franzosen ist die Stadt Casablanca zu einer Großstadt geworden. Von den Franzosen sieht man viele alte große Gebäude, allerdings ist die Mehrzahl verkommen. Diese Gebäude waren früher wohl sehr schön, im Jugendstil mit Gitterverzierungen an den Fenstern. Diese wurden damals in den 20er Jahren gebaut. Heute müsste man diese dringend renovieren, sie werden aber abgerissen und durch Hochhäuser ersetzt. Als es dunkel wurde, kehrten wir in unser Hotel zurück.

Das Abendessen war diesmal nicht Buffet sondern Menü. Schade war nur, dass es kein Marokkanisches Essen war, aber es schmeckte. Wir hatten viel Spaß und trotz alledem waren wir froh, im Bett zu sein. Wie jeden Abend waren wir richtig müde.

Lesen sie weiter im [Reisebericht über Marokko].

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