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Überblick über unsere Rundreise durch Marokko

Reisebericht von Carolin und Boris

9. Tag (Mittwoch) Atlasgebirge und Sahara Teil I

Mittlerer AtlasHeute war ein unglaublich schöner Tag. Früh am Morgen sind wir pünktlich und gut gelaunt in Fes losgefahren. Am Rande von Fes werden immer mehr neue Häuser gebaut, weil viele Marokkaner ihr Glück in der Stadt versuchen wollen. Dadurch gibt es aber um die Städte herum immer weniger fruchtbares Land zum Ackerbau. Durch Urbanisierung und Erosion geht in Marokko das fruchtbare Land immer mehr und mehr zurück.

Zunächst fuhren wir über den mittleren Atlas. Dort wachsen sehr viele Bäume wie Zedern, Eichen und Lärchen. Direkt daneben liegt der Hohe Atlas, dessen Berge sind 4.167m hoch. Er ist der höchste Gebirgszug Nordafrikas.

Auf dem ersten Teil der Fahrt von Fes nach Ifrane war es besonders grün. Wir sahen Wälder, die an Europa erinnerten. Im mittleren Atlas wachsen vor allem Zedern, Lärchen und Eichen. Dort leben auch Affen in freier Wildbahn - Boris sah einen. Alles war grün und die Luft war gut. Wir hielten auch an einem der vielen Stauseen. Die Kulisse war sehr idyllisch und schön. Die Bäume und Berge spiegelten sich im Wasser und im Hintergrund hörten wir Ziegen.

Unsere Kaffeepause verbrachten wir in dem 10.000 Einwohner großen Ort Ifrane. Der Ort liegt auf 1.700m Höhe. Kurz vor der Stadt lag die Akhawayn-Universität, ein Beispiel des modernen, reichen Marokkos. Mit der Unterstützung Saudi Arabiens hat König Hassan II diese gegründet. Der Ort selbst ist ganz und gar nicht typisch Marokko, sondern erinnert eher an Europa. Unter Marokkanern wird er die kleine Schweiz genannt. Franzosen bauten dort einen Ort, der an einen alpinen Skiort erinnern soll. Und Schnee gibt es dort auch wirklich. Marokkaner machen dort im Winter Urlaub und vergnügen sich mit Skifahren und Schneeballschlachten. Die roten Ziegeldächer der bis zu 4 stöckigen Häuser heben sich besonders ab zu den sonst flachen Dächern in Marokko.

Mittlerer AtlasAuf der anderen Seite des Mittleren Atlas war eine Hochebene. Die Natur dort war wesentlich karger und trockener und bestand zum Teil auch aus Vulkangestein. Wir sahen dort Halfasträucher, aus denen werden Papier und Schnüre hergestellt. Der Boden war hell (Kalk) und rötlich (Eisenlehm). Immer wieder sahen wir tolle Berge und Schluchten - Atemberaubend.

Die Beduinen leben in der Sahara als Halbnomaden. In den Sommermonaten streifen sie mit ihren Schafherden durch das Land auf der Suche nach Nahrung für die Tiere. Dabei leben sie in Zelten aus Kamelhaaren. Im Winter leben sie in festen Lehmhäusern. Meist bauen sie auch Getreide an, um über den Winter genug Nahrung zu haben.

Nach der Hochebene fuhren wir am Rande des Hohen Atlas` vorbei in das Ziz-Tal. Dort gab es karge, steile Schluchten und Abhänge aus rotem Gestein.

Steinwüste SaharaDie Wüste hinter dem mittleren Atlas liegt auf 900m Höhe. Früher war dort ein großer See, dashalb sind dort zahlreiche Versteinerungen gefunden worden. Zu 70-80% besteht die Wüste aus Stein und Schotter. Das typische Wüstenbild, also rötlicher Sand, stellt nur einen kleinen Teil der Wüste dar. Die Wüste ist so trocken, dass es im Winter bei Regen schnell zu Überschwemmungen kommt, da der Boden das Wasser nicht so schnell aufnimmt. In der Wüste gibt es Eidechsen, Cobras und Chamäleons.

OaseGrün sind nur die Flussränder und die Oasen. Früher wurden die Oasen im Sommer von den Flüssen überschwemmt und waren daher fruchtbar. Heute gibt es oft im Atlas Stauseen, so dass die Flüsse das ganze Jahr über Wasser haben. In den Oasen gibt es Kanäle, die das Wasser der Flüsse in den Oasen verteilen. Dieses Bewässerungssystem hat der Staat als eine Art Subvention finanziert, um die Landflucht zu vermeiden. Aufgrund des Fernsehens und der Armut wollen immer mehr Bauern ihr Glück in der Stadt versuchen, dem versucht der Staat entgegen zu wirken. Wenn ein Fluss kein Wasser mehr hat, dann wird das Wasser aus den Brunnen geholt.

Eine Oase besteht aus einem 4-Etagen-System. Verschieden hohe Gewächse werden dort angebaut: Klee, Getreide, Mais, Gemüse, Obstbäume, Feigen, Oliven, Mandeln, Dattelpalmen, Tamarisken und Silberpappeln.

Lesen sie weiter im [Reisebericht über Marokko].

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