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Überblick über unsere Rundreise durch Marokko

Reisebericht von Carolin und Boris

10. Tag (Donnerstag) Sand-Sahara

Heute ging es gemütlich los. Zum Frühstück hatte ich einen Fladen (Beghrir - Kreuzung aus Pfannkuchen und Fladenbrot). Ich aß Marmelade dazu, das war sehr lecker.

Frisch gestärkt haben wir uns zu einer Moschee begeben. Deren Innenhof durften wir uns ansehen, der Gebetsraum und das Grab waren für Nichtmuslime tabu. Der Innenhof war wunderschön grün bepflanzt. Im Anschluss daran wurden uns Berberteppiche gezeigt. Diese werden in Marokko per Hand gefertigt: gewebt, geknüpft und gestickt. Wir haben uns nichts dort gekauft - die Teppiche konnten nicht mit den Preisen schwedischer Teppiche mithalten :-)

Natürlich sahen wir uns in Rissani auch den Markt an. Dieser war sehr einfach und bestand zu einem großen Teil aus Zelten, die mit Laken und Ästen aufgebaut waren. Unter anderem sahen wir getrocknete Henna. Die Pflanze ist grün, nicht wie man denkt rot.

Außerdem waren dort viele Handwerker vertreten, die ihre Ware verkauften und zum Zeitvertreib diese auch dort fertigten. Ich war geschockt, als ich einen Mann sah, der aus Holz Löffel und andere Küchengeräte herstellte. Um ein Loch zu bohren nahm er einen Stab, den er mit Hilfe eines Bandes, das er hin und her bewegte, drehte. Solch eine Tätigkeit kann man ganz einfach mit einer elektrischen Bohrmaschine oder zumindest mit einer altmodischen Handbohrmaschine machen. Aber nicht nur das. In unserer Entwicklung gab es dazwischen eine mechanische Bohrmaschine zum Kurbeln und davor einen Handbohrer. Dazwischen liegen nicht nur Jahrzehnte sondern Jahrhunderte. Das skurrile dabei ist, dass wir in Marokko immer Handyempfang hatten und auch viele damit herumlaufen. Das passt nicht zusammen - muss man aber nicht verstehen.

Wüste SaharaBevor wir in das Hotel fuhren sahen wir uns noch eine Werkstatt an, in der Fossilien aus Stein geschlagen werden. Dort war es sehr staubig, da fast kein Wasser verwendet wird um Staubverwirbelungen zu vermeiden. Natürlich konnten wir wieder einkaufen. Im Hotel hatten wir dann Freizeit. Da der Pool toll und das Wetter mehr als heiß war ging ich dort schwimmen. Die Pause zwischen all den Ausflügen tat richtig gut.

Wüste SaharaNachmittags kurz vor vier sind wir mit Jeeps losgefahren. Als erstes überquerten wir den Fluss Zig. An einer flachen Stelle (ca. 20 cm Wasserstand) überquerten wir den Fluss. Neben uns liefen auch einige Menschen, aber unsere Füße blieben trocken. Anschließend fuhren wir noch ein kurzes Stück über Asphalt bis wir schließlich durch die Wüste fuhren. Die Fahrt war sehr schön. Unterwegs sahen wir eine kleine Dromedarherde. Diese lief sehr schnell, wesentlich schneller als wir uns das vorgestellt hatten. Unterwegs hielten wir kurz an einer kleinen Sanddüne. Schon dieser kleine Hügel war toll.

Wüste SaharaDann fuhren wir zum Erg Chebbi. Das ist eine Sanddünenkette, die bis zu 160m hoch und ca 20 km lang und 25 breit ist. Aufgrund der Winde wandert diese und verändert ihre Form. In der Sonne schaut der Sand stark rötlich aus. Es war einfach nur herrlich und friedlich. Ein Teil unserer Gruppe ritt auf Kamelen den Berg hoch, um einen besseren Ausblick zu haben - wir gingen zu Fuß. Das war anstrengend, klappte aber besser als gedacht. Wenn man in den Spuren eines Vorgängers lief, dann gab der Sand nicht allzu stark nach und man konnte gut laufen.

Oben auf einem Hügel sahen wir uns dann den Sonnenuntergang an. Die Farben in denen der Sand leuchtete, waren sehr beeindruckend, auch wenn wir leider nicht die einzigen Touristen dort waren. Heimwärts konnte ich sogar Kamel reiten. Eine aus der Reisegruppe fragte mich, ob ich nicht Lust hätte - ihr tat der Rücken weh.

Wüste SaharaIch freute mich total, denn ich hatte wirklich große Lust. Bevor wir losritten, wollte uns der Besitzer des Kamels noch ein paar Sachen verkaufen - zum Glück hatte ich kein Geld dabei, so war ich aus dem Schneider. Wir mussten aufsitzen und dann stieg das Kamel hoch. Und das war wirklich hoch! Es wackelte ziemlich, aber richtig festhalten musste man sich eigentlich nur, wenn das Kamel einen Sandhügel hinunter lief. Ich genoss die Aussicht, die Stille, den Blick auf den unberührten Sand, den dunkel werdenden Himmel und war glücklich so ein tolles Leben zu haben.

Wüste SaharaHinter mir saß noch jemand, aber das klappte recht gut. Trotz Vorwarnung erschrak ich, als das Kamel sich setzte. Dabei knickte es nämlich erst mit den Vorderbeinen ein, so dass ich (ich saß vorne) stark nach vorn fiel. Ich erschrak so arg, dass ich einen kleinen Schrei losließ. Trotzdem passierte nichts, ich kam sicher unten an. Es war schön, aber stundenlang könnte ich so nicht reiten.

Wüste SaharaAnschließend fuhren wir wieder heim. Mohammed hat uns auf der Heimfahrt erklärt, dass die Männer deshalb so lange draußen sind weil viele von ihnen rauchen. Die Frauen bleiben daheim und hüten die Kinder. Laut Mohammed ist die Frau eng mit dem Kind verbunden, viel enger als mit dem Vater. Diese Verbindung gibt es seit der Geburt. Eine marokkanische Frau stillt ihr Kind bis es zwei Jahre alt wird - das wird so im Koran beschrieben. Die Rolle der Frau ist in Marokko fest vergeben. Die Frauen kümmern sich um den Haushalt und die Kinder. Die Männer verdienen das Geld. Auch Arbeiten wie Nähen und oder in Essküchen kochen und putzen machen Männer.

Lesen sie weiter im [Reisebericht über Marokko].

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