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Überblick über unsere Rundreise durch Marokko

Reisebericht von Carolin und Boris

11. Tag (Freitag) Schlucht

FeigenGleich zu Beginn unserer heutigen Fahrt sahen wir am Straßenrand riesige Maulwurfhügel. Marokkaner haben dort vor einiger Zeit Löcher gegraben bis sie auf Trinkwasser stießen. Indem sie viele Ausgrabungen hintereinander machten, entstanden so unterirdische Wasserzisternen. Heute sind diese allerdings ausgetrocknet.

Wir fuhren am Hohen und am Antiatlas vorbei. Der Hohe Atlas schimmerte rötlich und der Antiatlas grau. Dieser entstand vor 300 Millionen Jahren dadurch, dass die 2 Kontinente Europa und Afrika gegeneinander stießen. Das Gestein dort ist sehr hat, es gibt dort Granit. Der Gebirgszug ist bis zu 500km lang, allerdings nicht so hoch wie der hohe Atlas.

Zelt in MarokkoDie meiste Zeit fuhren wir mit dem Bus. Die Dörfer bestehen ca. zur Hälfte aus Lehmhäusern. Diese bestehen aus Lehm, Strohstein und Schilf. Da diese immer nur einstöckig sind wird dafür kein Bauplan benötigt. Bei den modernen Betonhäusern ist das anders. Diese gelten als Zeichen für den Wohlstand und sind meist 2-stöckig. Hier wird ein Bauplan benötigt. Die Häuser haben fast immer Gitter vor den Fenstern. Das hat praktische Gründe (Sicherheit) aber ist dort auch einfach so die übliche Bauweise. Die Lehmhäuser haben den Vorteil, dass diese kühl sind.

Kamel und Oasein MarokkoAls wir durch die Landschaft fuhren störte es schon sehr, dass man vor allem in der Nähe von Dörfern viel Müll herumliegen sieht. Laut Mohammed liegt das Problem in der Müllverbrennung. Der Müll wird angeblich verbrannt aber nicht die Tüte in denen der Müll eingepackt ist. Ich denke es liegt einfach daran, dass Marokkaner hier kein Verständnis für Umweltschutz haben. Ich glaube ich habe in Marokko keinen einzigen Mülleimer gesehen, dafür aber jede Menge Müll in den Straßen. Und wenn einer die Straße kehrte, dann schob er den Dreck nur woanders hin, aber beseitigte diesen nicht mit einer Schaufel.

Todraschlucht in MarokkoDie Fahrt war trotzdem sehr schön. In der Todraschlucht machten wir eine ausgiebige Pause. Die Schlucht ist unglaublich beeindruckend. Die Steilwände sind dort bis zu 300m hoch. In der Mitte entspringt ein klarer Fluss, der die 2 Steilwände trennt. Wie liefen ein bisschen die Schlucht entlang und genossen den Blick auf die roten Felswände. Wir sahen sogar ein paar Kletterer, die schon zur Hälfte oben waren. Anschließend aßen wir bei einem Berber zu Mittag. Die Tajine schmeckte dort besonders gut, sie bestanden aus Hackbällchen, Tomaten, Zwiebeln, Oliven und Ei.

Todraschlucht in MarokkoAls nächstes machten wir in der Tingi-Oase halt. Diese liegt am Dades-Fluss. Wir liefen durch diese hindurch um zu sehen was und wie dort angebaut wird. Der Boden war in kleine Felder eingeteilt. Als Abgrenzung diente ein kleiner Pfad auf dem auch ein Esel laufen konnte. Am meisten sahen wir Klee (Futtermittel für Kühe zur Milchgewinnung) und Kohl. Es war sehr grün dort. Ein paar Felder weiter arbeiteten 2 Männer auf dem Feld - mit der Hand. Alles ähnelte mehr an Gärten als an Acker und maschinell wird dort sicherlich nicht gearbeitet, auch wenn wir hin und wieder in Marokko einen Traktor zu Gesicht bekamen. Palmen werden dort nicht angebaut, da es für diese zu kalt ist. Dass es in einer Oase auch wirklich genug Wasser für alle gibt, dafür sorgt ein Männerrat. Jeder der dort Felder hat, hat ein Recht auf Wasser.

Danach fuhren wir kurz mit dem Bus weiter um die Oase von oben anzusehen. Wir hatten eine herrliche Aussicht auf die Felsen und das trockene Land und mitten drinnen ein grüner Fleck. Außen herum sahen wir viele Häuser, vieles davon auch halb zerfallene Kasbahs.

Eine Kasbah ist eine mehrstöckige Burg aus Lehm. Diese besteht aus vier Türmen und hat sehr viele Ornamente an der Fassade. Darin wohnt eine ganze Familie mit ca. 20 Personen. Früher haben dort Karawanen Rast gemacht.

Und wieder fuhren wir weiter. Da wir ganz hinten saßen hatten wir viel Platz für die Füße und 4 Plätze. Das war ganz angenehm, so konnten wir die Sitzpositionen wechseln. Wenn es zu heiß war dann setzten wir uns einfach auf die Schattenseite.

Mittlerer AtlasAbends kamen wir in der Filmstadt Quarzazate an. Die Stadt hat 57.000 Einwohner und ist sehr sauber und modern. Das ist kein Wunder, denn die Stadt ist sehr neu (1920 gebaut). Ein Großteil der Einnahmen stammt aus der Filmindustrie, dort und im Umland wurden bereits über 500 Filme gedreht. Die Gründe dafür liegen in der Landschaft (Berge, Wüste) und dem nahegelegenen Ort Ait Benhaddou, den wir uns am nächsten Tag ansahen.

Unter anderem wurden dort die folgenden Filme gedreht: Der Himmel über der Wüste, Gladiator, Die Mumie I und II, Die Versuchung Christi, Asterix, Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil, Sahara und Königreich der Himmel. Für den Film Alexander der Große flossen 60 Millionen Dollar in das Land.

Kasbah in MarokkoIn Quarzazate gingen wir vor dem Abendessen spazieren. Dabei entdeckten wir in einem Geschäft eine bunte Lampe, wie es so viele in Marokko in den Hotels und Hauseingängen gibt. Wir handelten einen Preis von 100 Dirham aus (der Start lag bei 270 Dirham). Das Hotel war schön und das Abendessen war lecker. Abends lasen wir bis tief in die Nacht.

Lesen sie weiter im [Reisebericht über Marokko].

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